Ausstellungen 2010
Aktuelle Ausstellung:
FROM CHICKEN WIRE TO WIRE FRAME
KIESLER'S ENDLESS HOUSE
Eröffnung: Donnerstag, 10. Juni 2010, 19 Uhr
Kiesler Stiftung Wien, Mariahilfer Straße 1b, 1060 Wien
11. 6. - 17. 9. 2010, Montag - Freitag: 10 - 17 Uhr
Friedrich Kieslers Projekt eines Endless House zählt unbestritten zu den Ikonen der Architektur des 20. Jahrhunderts. Das aus Maschendraht und Beton gefertigte Modell von 1959, großformatige als „Galaxien“ bezeichnete Kohlezeichnungen sowie Kieslers Lyrik bilden den Rahmen dieser Ausstellung, die das utopistische Potential von Kieslers visionärer Architekturkonzeption beleuchtet.
Noch heute übt das Endless House eine unwiderstehliche Faszination auf Architekten und Künstler aus. Daher werden in der Kiesler Stiftung Wien auch die jüngsten Forschungsergebnisse des Instituts für Architektur der Universität für angewandte Kunst Wien zu den Möglichkeiten einer Realisierung der Endless House-Architektur mit den Mitteln der aktuellsten Technologien präsentiert – From Chicken Wire to Wire Frame!
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POST-SUPREMATISTISCHE DATENBLÄTTER
von HEIDULF GERNGROSS
Eröffnung am Dienstag, 4. Mai 2010, um 19 Uhr
Kiesler Stiftung Wien, Mariahilfer Straße 1b, 1060 Wien
5. Mai - 2. Juni 2010, Montag-Freitag: 10-17 Uhr
Die Ausstellung POST-SUPREMATISTISCHE DATENBLÄTTER in der Kiesler Stiftung Wien präsentiert die innovativen, schon in den frühen 1960er Jahre skizzierten „Raumvorstellungen“ des Architekten Heidulf Gerngross. Zahlreiche Skizzen und Arbeitsblätter, die bisher noch nie in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückten, visualisieren einen bis heute andauernden, kontinuierlichen und für die aktuelle Architektur- und Designproduktion bedeutenden Entwicklungsprozess. Diese „Aufzeichnungen“, DATENBLÄTTER, sind von derart dynamischer Struktur, dass sie ihren zweidimensionalen „Rahmen“ sprengend zu „Aktionsräumen“ mutieren.
Das buchstäbliche Durchstoßen und Durchdringen sowie die simultane Bearbeitung von Vorder- und Rückseiten diverser Bildträger stellt nicht nur Bezüge zu kunstrelevanten Darstellungsprinzipien der Konzept Art und vor allem Fluxusbewegung her. Die POST-SUPREMATISTISCHEN Äußerungen bezeugen auch die Überwindung der „gegenstandslosen Empfindung“ wie sie in der Moderne von El Lissitzky und vor allem von Malewitsch eingefordert worden war.
So können die Arbeiten von Heidulf Gerngross als visuelle Entsprechungen einer kritischen Haltung aufgefasst werden, die im Besonderen auch für die Entwicklung der Österreichischen Architekturszene in den letzten Jahrzehnten maßgeblich war und ist – wie sich unschwer von zahlreichen Werken jüngerer Protagonisten, die an der Schnittstelle Architektur-Kunst-Design tätig sind, ablesen lässt. Daher werden in der Ausstellung auch die neuesten Design-Produktionen von Gerngross gezeigt – der ARCHIQUANT ALLROUND, der eine zum Modell komprimierte Form eines modularen Design- und Architekturkonzepts darstellt. Ein „Architekturpartikel“, das als ein Definitionsmodul für Körper und Raum unabdingbar mit dem Menschen verknüpft ist und im Sinne der umfassenden Intentionen von Friedrich Kiesler eine Raum-Zeit-Einheit bildet oder im Sinne von Heidulf Gerngross eine „orgastische Suppe“.
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Supported by:
bm: ukk
Galerie KONZETT
gilbert bretterbauer_according to
zur praxis von transformationen
Eröffnung: 11. März 2010, 19 Uhr
Kiesler Stiftung Wien, Mariahilfer Straße 1b, 1060 Wien
Die Präsentation gilbert bretterbauer_according to. zur praxis von transformationen ist der Durchdringung künstlerischer Handlungsfelder gewidmet, die – ganz im Sinne des Architekten, Designers und Künstlers Friedrich Kiesler – der Auflösung einzelner Kunstkategorien Vorschub leistet. Das Werk von Gilbert Bretterbauer verbindet unterschiedliche künstlerische Wirkungsfelder wie kommunizierende Gefäße miteinander. Als unverzichtbare Voraussetzung für die Dynamisierung von Produktions- und Denkprozessen in der zeitgenössischen Kunst entwickelt er Strategien, die sich der Vermittlungsformen unterschiedlicher Disziplinen bedienen, beziehungsweise diese miteinander vernetzen.
Durch gebrauchsorientierte Bild- und Darstellungswelten erfährt die Kunst eine Konjunktur, die ihre Wirkung sowohl innerhalb, als auch außerhalb des künstlerischen Bereichs entfaltet. Daher ist Bretterbauers Arbeit einerseits als gelungenes Statement und als kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kunstkategorien und ihren Rezeptionsweisen zu werten. Gleichermaßen erfüllt sich in Bretterbauers `Transformationspraxis´, in seinen `künstlerischen Schmuckstücken´ und `schmückenden Kunststücken´, die Sehnsucht nach der Vereinigung von Profanem und Elitärem, so wie sie von zahlreichen Künstlern der Moderne formuliert wurde. Unter Verzicht von hierarchischen Abgrenzungen fügen sich die von Gilbert Bretterbauer gestalteten Objekte in den Kontext der Kiesler Stiftung Wien ein und schaffen nahtlose Übergänge zwischen Kunst und Alltag.
Ausstellungsdauer: 12. März 2010 - 30. April 2010
Öffnungszeiten: Montag-Freitag: 10-17 Uhr
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PUBLIC SPACE WITH A ROOF (PSWAR)
PASSAGES THROUGH (THE UNFINISHED MONUMENT)
Eröffnung: 17. November 2009, 19 Uhr
Kiesler Stiftung Wien, Mariahilfer Straße 1b, 1060 Wien
Ebenso bedeutend wie das Kunstwerk selbst, ist die Art und Weise seiner Präsentation, meinen die Künstlerinnen Tamuna Chabashvili, Adi Hollander und Vesna Madzoski von PSWAR. Daher wird in ihrer interdisziplinär angelegten Arbeit auch der Gestaltung des Kunstraums sowie seiner Funktion besondere Bedeutung beigemessen.
Die wechselseitige Einwirkung von Kunst und Umraum sowie die daraus resultierenden Wahrnehmungsbedingungen stehen im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis, wie auch von historischen und zeitgenössischen Konzepten wird eine symbiotische Einheit geschaffen und den soziokulturellen Parametern Architektur, Kunst und Design umfassend Raum gegeben.
Wir freuen uns sehr, die innovative Arbeit von Public Space With A Roof (PSWAR) erstmals in Österreich zeigen zu können. Die Fotoinstallation PASSAGES THROUGH (THE UNFINISHED MONUMENT) lässt nicht nur neue Interpretationen von Kieslers Werk zu, sondern ist auch kennzeichnend für die aktuellen Arbeitsmethoden der Kunst unserer Zeit.
Ausstellungsdauer: 18. November 2009 - 29. Jänner 2010
Öffnungszeiten: Montag-Freitag: 10h - 17h
Ausstellungen in Kooperation mit:
Broschüre_From Chicken Wire to Wire Frame
Endless House, 1959
Foto: Wolfgang Wössner
Endless House, 1959
Foto: Wolfgang Wössner
Broschüre_Heidulf Gerngross
Heidulf Gerngross
O.T. (John Cage) aus der Serie Post-Suprematistisches Datenblatt (Vorderseite)
Heidulf Gerngross
O.T. (John Cage) aus der Serie Post-Suprematistisches Datenblatt (Rückseite)
Heidulf Gergross
O.T. aus der Serie Raumen
manipuliert (eine von zahlreichen Variationen)

Eröffnung_Gilbert Bretterbauer

Eröffnung_Gilbert Bretterbauer

Eröffnung_Gilbert Bretterbauer
according to_zur praxis von transformationen
©Peter Barci
Broschüre zur Ausstellung
