Der “Shrine of the Book”

Die Qumranschriften entwickeln für mich,
architektonisch gesehen, ein neues Leben –
sie verlangen nach schonungsloser Realität,
nicht nach Theorie.[i]

Erst im Alter von 74 Jahren und von Krankheit gezeichnet konnte Friedrich Kiesler die Vollendung eines seiner Bauwerke erleben: Am 20. April 1965 wurde der „Shrine of the Book“ in Jerusalem feierlich eröffnet. Während Kiesler auf der Gelegenheit bestand, im Rahmen des Eröffnungs-Symposiums[ii] das architektonische Konzept des Gebäudes darlegen zu können, räumte er in einem Brief an Theodore „Teddy“ Kollek am Tag vor seiner Abreise nach Jerusalem ein, dass „all das von meinem Gesundheitszustand [abhängt], und ich hoffe nur, dass ich nicht das Bett hüten muss während der vier Tage, die ich in Jerusalem sein werde“[iii]. Dass Kiesler am Ende seines Lebens und nach all seinen Kämpfen für die Umsetzung seiner im wahrsten Sinne des Wortes avantgardistischen Ideen ein Projekt dieser Größe und Bedeutung verwirklicht sehen konnte, muss ihn für alle Rückschläge und die jahrelangen Entbehrungen entschädigt haben.[iv] Schlussendlich mitentscheidend für die Umsetzung des Projekts dürfte allerdings die Zusammenarbeit mit Armand Bartos[v] gewesen sein.

Nachdem die Bedeutung des „Shrine of the Book“ als museales Bauwerk in großem Maß durch die präsentierten Objekte bedingt ist, soll einleitend auf deren Geschichte eingegangen werden. Im Jahr 1947 hatte ein Beduinenjunge aus dem Ta’amira-Stamm in einer Höhle nahe Khirbet Qumram am Nordwestufer des Toten Meeres sieben Lederrollen entdeckt.[vi] Bei seiner Suche nach einer verlorenen Ziege war er auf verschlossene Tonkrüge gestoßen, in denen er Silber, Gold oder Edelsteine zu finden hoffte. Stattdessen fand er Lederrollen mit für ihn unleserlichen Schriftzeichen, die er einem Schuhmacher im damals arabischen Bethlehem anbot. Dieser schickte ihn zu einem Antiquitätenhändler in der Jerusalemer Altstadt, der sie für wenig Geld erwarb. Kurz vor Ausbruch des ersten arabisch-israelischen Krieges verkaufte jener Antiquitätenhändler drei der Rollen an den jüdischen Archäologieprofessor Eleasar Lipa Sukenik[vii], der sie für die Hebrew University Jerusalem erstand, und die anderen vier an Mar Athanasius Yeshue Samuel, den syrisch-orthodoxen Bischof von Jerusalem. Letzterer brachte sie in die Vereinigten Staaten und versuchte, sie dort hochpreisig zu verkaufen – was ihm schließlich 1954 durch ein Inserat im „Wall Street  Journal“ gelang. Beim Käufer handelte es sich um den israelischen Archäologen Yigael Yadin, den Sohn des inzwischen verstorbenen Professor Sukenik. Im Frühjahr 1955 wurden die sieben Schriftrollen in Jerusalem schließlich wieder vereint und der „Shrine of the Book Foundation“ überantwortet. Den Großteil der Ankaufssumme der vier Rollen ($ 150.000 der geforderten $ 250.000) stellte der New Yorker Industrielle und Philanthrop Samuel Gottesman als Darlehen zur Verfügung. Vor seinem Tod 1956 legte er fest, dass die Summe in den Bau eines Gebäudes für die Rollen zu investieren sei. Seine Kinder gaben schließlich zum Andenken an die Eltern die Errichtung des „Shrine of the Book“ als Zentrum für biblische Forschung und für das Studium der Rollen in Auftrag („D. Samuel and Jean H. Gottesman Centre for Biblical Manuscripts“). Eine umfangreiche achte Rolle konnte Yadin im Jahr 1967 erwerben und dem „Shrine of the Book“ einverleiben.

Bei archäologischen Ausgrabungen zwischen 1949 und 1956 wurden hunderte weitere fragmentarische Schriftrollen in insgesamt elf Höhlen bei Khirbet Qumram am Toten Meer entdeckt. Diese heute als „Qumramschriften“ bekannten Fundstücke werden auf die hellenistisch-römische Zeit zurückgeführt, d. h. auf einen Zeitraum in etwa zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr. Sie waren damit etwa tausend Jahre älter als die bis dahin frühesten bekannten Handschriften.

Schriftrollen in einem modernen Setting –
eine neue Geschwindigkeit vorgebend,
Architektur, die an die Vergangenheit und
Zukunft anknüpft, die Gegenwart beiseite lassend.
Anpassung an Glas und Stahl? Nein.[viii]

Die lange Dauer von Planung und Bau des „Shrine of the Book“ (1957-65) erklärt sich unter anderem durch den dreimaligen Wechsel des Standortes und den einhergehenden Problemen und Kompromissen. Nachvollziehen lässt sich der Ablauf der verschiedenen Arbeitsphasen anhand von Kieslers posthum publiziertem Buch „Inside The Endless House“.[ix] Im Jahr 1957 wandte sich die Gottesman Foundation an den New Yorker Architekten Armand Bartos mit dem Auftrag, zusammen mit der Hebrew University Jerusalem Pläne für den Bau einer Aufbewahrungsstätte der Rollen auszuarbeiten.[x] Bartos hatte im Mai 1957 zusammen mit Friedrich Kiesler das Architekturbüro „Kiesler and Bartos“ gegründet, nachdem sie bereits die am 22. Januar desselben Jahres eröffneten „World House Galleries“ gemeinsam konzipiert hatten. Dieses vom Entrepreneur und Kunstsammler Herbert Mayer beauftragte Galerie-Museum wurde in der Presse überaus positiv besprochen. Im Oktober 1957 begaben sich Kiesler und Bartos nach Jerusalem, um erste Gespräche zu führen. Als Ausstellungsort der Qumramschriften war zu diesem Zeitpunkt das Hauptfoyer der neuen Bibliothek der Hebrew University Jerusalem vorgesehen. Kiesler wehrte sich allerdings gegen die Aussicht, lediglich ein paar Marmorplatten zu verlegen und Bronzevitrinen aufzustellen. Die bemerkenswerten zeitlichen Parallelen in der Geschichte der Schriftrollen und jener des Staates Israel inspirierten Kiesler. „Ich frage mich, ob es möglich ist, der Idee der Wiedergeburt plastisch Ausdruck zu verleihen – d. h. in einem architektonischen Konzept, das dem Besucher vor Augen führt, wie wichtig es für jeden einzelnen ist, sich zu Lebzeiten zu erneuern”[xi], hält Kiesler seinen Kommentar in “Inside the Endless House” fest. Sehr früh kristallisierte sich die Kuppelform in Anlehnung an die Tonkrüge, in denen die Qumramschriften gefunden wurden, als architektonischer Ausdruck des Konzepts der Wiedergeburt heraus.

Der erste Planungsakt des Sanktuariums:
Einzug in einen bestehenden Gebäudekubus.
Die Gefängnismauern eng umschlossener Räume
werden in einen Raum der Freiheit umgestaltet.[xii]

Die Idee des „Kuppel-Gefäßes des Sanktuariums“ (von Kiesler selbst als “Dome-Vessel of the Sanctuary” bezeichnet) machte schnell ein Umdenken bezüglich des Standortes notwendig. Anstatt die wertvollen Schriftrollen im Hauptfoyer des im Bau befindlichen Bibliotheksgebäudes auszustellen, mussten Kuppel und Schauraum in die Pläne des fünfstöckigen Beton-Kubus integriert werden. Der Dom sollte zentral in den Bau eingefügt werden, die Kuppel hätte das dritte, vierte und fünfte Stockwerk durchbohrt, wäre dabei immer enger und enger geworden, um dann auf dem Dach als kreisförmige Öffnung hervorzutreten.[xiii] Von außen wäre der „Bau im Bau“ unsichtbar gewesen. Das Konzept wurde jedoch abgelehnt und eine Ausquartierung aus dem Bibliotheksgebäude beschlossen.[xiv]

Der zweite Akt des Schreins:
     eine neue Lösung, basierend
     auf einem neuen Standort. Das
     Gefäß jedoch bleibt, fest entschlossen,
     im Komplex der einzelnen Teile des Schreins
     nicht verloren zu gehen.
     Der Schrein wurde sachte
     aus dem Inneren des neuen Bibliothekgebäudes
     nach außen gestoßen, auf den Platz davor.
     Verbannt.[xv]

Kiesler und Bartos trafen sich im Herbst 1958 mit Benjamin Mazar, dem Präsidenten der Hebrew University Jerusalem, und dem israelischen Architekten Zvi Cohen zu Besprechungen in Rom. Der Plan wurde gefasst, den Dom als eigenständiges Gebäude neben die Universitätsbibliothek zu errichten. Kiesler entwarf die Aufbewahrungsstätte als „zum Teil […] auf Bodenniveau, zum Teil unterirdisch“, zusätzlich einen Patio und einen unterirdischen Korridor als Verbindung zur Bibliothek. Außerdem sollten zwei offene Treppenaufgänge zum Kreuzkloster führen.[xvi]

Als Kiesler und Bartos im Oktober 1959 wieder nach Jerusalem reisten, mussten sie entsetzt feststellen, dass man ohne ihre Einwilligung eine maßstabsgetreue Kuppel modellhaft auf dem Universitätscampus errichtet hatte, direkt oberhalb des Kreuzklosters.[xvii] Nach mehrtägiger Suche wurde schließlich der vierte und endgültige Standort gefunden: Der Schrein sollte auf dem Hügel Nare Shaanan (Friedliche Siedlung) – flankiert von der Hebrew University im Westen und dem Kreuzkloster im Osten – als Teil einer „Museengalaxie“[xviii] gebaut werden. In seinem Artikel „Eine neue Akropolis“ schrieb Kiesler 1965 rückblickend: „Es war die Idee Teddy Koleks [sic], das neue ,Israel-Museum‘, ein Museum für biblische Dokumente und für zeitgenössische Kunst, auf einen Hügel zu bauen, der bei Jerusalem oberhalb eines Klosters aus dem 12. Jahrhundert liegt. Die ,Nationalgalerie‘ und das ,Samuel Bronfman-Gebäude‘ wurden von den israelischen Architekten Alfred Mansfeld und Dora Gads entworfen. Der ,Garten der Skulpturen‘ wurde von Isamu Noguchi, einem in Amerika geborenen Japaner, gestaltet. Dr. Willem Sandberg vom Stedlijk Museum in Amsterdam und Karl Katz sind die Leiter der Museen und arbeiten unter dem Generaldirektor Teddy Kolek [sic].“[xix] Die umfangreiche Korrespondenz zwischen Teddy Kollek und Friedrich Kiesler in den Archiven in Wien und Washington DC zeugt nicht nur von einer engen Verbundenheit, die im Laufe des Projekts zwischen den beiden Männern entstand, sondern auch von Kolleks interessantem Werdegang vom Generalsekretär unter Premierminister David Ben-Gurion bis zum langjährigen Bürgermeister von Jerusalem (1965-1993).

Ende Mai 1961 wurde der offizielle Vertrag über den Bau des „Shrine of the Book“ in Israel unterzeichnet und mit den Arbeiten am Fundament begonnen.[xx] Im April 1962 flog Kiesler noch einmal nach Jerusalem, um die Baustelle zu besichtigen, bevor mit Ende das Jahres das gemeinsame Architekturbüro „ Kiesler and Bartos“ aufgelöst wurde. Wenngleich die Vereinbarung über die Büroauflösung die weitere Zusammenarbeit am „Shrine of the Book“ festhält,[xxi] dürfte vor allem Armand Bartos das Projekt weiterbetreut haben. Zvi Cohen unterstützte die beiden als vor Ort verantwortlicher Architekt.

Dies ist das erste ideologische Gebäude
     unserer Zeit.
Es ist durchaus kein symbolisches Gebäude.
Es stellt weder eine weibliche Brust dar,
     noch eine Zwiebel, noch einen Krug.
Der Schrein entsteht aus seinem inneren Prinzip,
     das zu einer Struktur erwachsen ist.
Er ist das erste Gebäude heute überhaupt,
     das in seiner Gesamtheit und in all seinen Details
     auf seine eigene elementare Ideologie bezogen ist.[xxii]

„Der ,Schrein des Heiligen Buches‘ (Shrine of the Book) […] repräsentiert einen ideologisch neuen Architektur-Typ und geht weit darüber hinaus, lediglich funktionell zu sein. Er spiegelt seinen Inhalt wieder und ist nicht formalistisch, wie Bauten von Corbusier oder à la Bauhaus. Dieser Stil hat nichts mit den neuen Häusern der Park Avenue und der Avenue of the Americas zu tun, sondern führt uns in kontinuierlicher Folge aus biblischen Zeiten in die Zukunft“[xxiii], schreibt Kiesler in „Eine neue Akropolis“. Kiesler und Bartos konzipierten den tempelähnlichen Bau als eine Art architektonische Zeitmaschine rund um das Motiv der Wiedergeburt. Diese zentrale Idee sollte dem Besucher als spirituelles Ereignis erfahrbar werden, indem er einer theatralisch inszenierten Wegführung folgt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich dem Bauwerk zu nähern.[xxiv] Der eine Weg führt vom Israel Museum auf einen offenen erhöhten Platz und soll an die Marschroute einer religiösen Prozession erinnern mit einem schrittweisen Übergang vom Weltlichen zum Sakralen. Alternativ kann man sich dem „Shrine of the Book“ durch einen Hain mit Steinbänken und metallenen Baumskulpturen von Menashe Kadishman nähern. Auf dem mit poliertem galiläischem Stein gepflasterten oberen Platz angekommen, befindet man sich im Kraftfeld zwischen zwei monumentalen geometrischen Objekten: der runden, mit weißem Porzellan gekachelten Kuppel auf der einen Seite und der rechteckigen schwarzen Basaltwand auf der anderen („in Farbe und Form auf die schwere Bürde der Vergangenheit verweisend, die seit mehr als 2000 Jahren auf Israel lastet“[xxv]). Der optische Widerstreit in der Architektur knüpft inhaltlich an die Schriftrolle vom „Kampf der Söhne des Lichts gegen die Söhne der Finsternis“ (auch „Kriegsrolle“ genannt) an. Während auf der Basaltwand Feuer lodert, befindet sich der weiße Dom in einem quadratischen Bassin und wird stetig mit Wasser besprengt, symbolisch auf Reinigung und Unschuld anspielend.

Der ganze Schrein gründet sich auf Gegensätze:
     offen und geschlossen,
     hell und dunkel,
     gekrümmt und gerade.
Aber diese Kontraste sind so berechnet
     und so aufeinander abgestimmt,
     dass sie plötzlich zu etwas Natürlichem werden.[xxvi]

Zum unteren Plaza gelangt der Besucher über Treppen, die den Stufen in rituellen Bädern („mikveh“) in Qumram nachgeformt sind. Durch einen Eingang, der an antike Tempel oder Mausoleen erinnert, betritt man das Foyer, in welchem man mit der Entdeckungsgeschichte der Qumramschriften vertraut wird und sich mental auf die bevorstehende spirituelle Reise vorbereiten kann. Der Raum ist dunkel gehalten, indirektes Licht fällt durch erhöht liegende eingefärbte Glasfenster, die atmosphärisch an mittelalterliche Kathedralen anknüpfen, aber auch an Kieslers Konzept der psychologischen Beleuchtung für sein unverwirklichtes „Endless House“[xxvii].

Der ganze Schrein zeichnet sich durch Kontinuität aus.
Man kann die Räume nicht fotografieren.
Man muss durch sie hindurchgehen.
Die Architektur nimmt den Besucher bei der Hand
     und geleitet ihn hindurch.[xxviii]

Gradual nähert man sich nun dem Allerheiligsten, indem man zuerst ein Tor durchschreitet, welches aus bronzenen Röhren besteht, die in ihrer Form an aufgerollte Schriftrollen erinnern. Der dunkle Tunnel mit niedriger Decke und abgerundeten Wänden, beleuchtet nur durch die seitlich positionierten Schaukästen, repräsentiert die Höhlen, in denen die wertvollen Schriftstücke entdeckt wurden. Er gehorcht den Prinzipien der „der kontinuierlichen Spannung in Betonschalen, hier verstärkt durch ovoide Bögen“[xxix]. Danach gelangt man in den weitläufigen und gut beleuchteten Saal – „eine Schalenkonstruktion in doppelt parabolischer Ausformung“[xxx] – unter der weißen Kuppel, deren Innenseite konzentrische Kreise um das zentrale Opäum zieht. Diese Anspielung auf Tongefäße auf der Töpferscheibe verleiht dem Besucher den Eindruck, sich in den jahrtausendealten Behältnissen der Schriftrollen selbst zu befinden. Während ein Großteil der Qumramschriften in den sechs klimatisierten Schaukästen entlang der Wände des Sanktuariums präsentiert werden, sind die Jesaja-Rollen – sie „stellen ohne Zweifel die Krone der ganzen Sammlung dar“[xxxi] – in der zentralen Vitrine ausgestellt, die dem Griff einer Tora-Rolle nachempfunden ist.

Danach führt der spirituelle Pfad hinunter in eine dunkle unterirdische Galerie mit schroffem Stein-Mauerwerk, in der eine Dauerausstellung dem Aleppo Codex und anderen Bibelmanuskripten gewidmet ist. Wenn der Besucher schließlich wieder ans Tageslicht tritt, breitet sich vor ihm die Aussicht über Jerusalem und sämtliche Nationalgebäude des Staates Israel aus. „Der Besucher hat also eine ideologische Architektur erlebt, welche die fünfzig Jahre alte pseudofunktionale Architektur zunichte macht, die sich vom technologischen Fortschritt der Wissenschaft hat inspirieren lassen, von den sogenannten modernen Materialien wie Stahl, Glass, Kunststoff und von der Massenproduktion. Die dabei aber auf den Menschen vergessen hat, der sich nach einer Korrelation zwischen Bekanntem und Unbekanntem sehnt, eine Frage der Hingabe an die Liebe und des Bewusstseins des unentrinnbaren Todes.“[xxxii]


[i] Kiesler, Frederick: Inside The Endless House. Art, People and Architecture: A Journal. New York: Simon and Schuster, 1966. S. 318.

[ii] “Dead Sea Scrolls Research. A Symposium on the occasion of the opening of the Shrine of the Book, the D. Samuel and Jeane H. Gottesman Centre for Biblical Manuscripts, the Israel Museum, Jerusalem, April 21, 1965”. Ein Heft mit Kurzfassungen der Vorträge befindet sich im Archiv der Friedrich Kiesler Stiftung, TXT 7288/0.

[iii] Brief von Friedrich Kiesler an Theodore Kollek vom 14. April 1965. ÖFLKS, LET 5237/0.

[iv] Kiesler und Bartos erhielten für den “Shrine of the Book” mehrere Auszeichnungen, etwa eine Verdienstmedaille des „American Institute of Architects“ (LD 6423/0) und die „Gold Medal of Honor in Design and Craftmanship“ der Architectural League of New York (LD 6422/0).

[v] Armand Phillip Bartos (1910-2005) war Architekt und Philanthrop. Er lernte Friedrich Kiesler 1938 im „Laboratory for Design Correlation“ an der Columbia University in New York kennen.

[vi] Zur Geschichte der Entdeckung der Qumramschriften siehe: Pearlman Moshe, Die Rollen vom Toten Meer im Schrein des Buches. Jerusalem: Israel-Museum, 1988, S. 10-24 ; Roitman, Adolfo: The Bible in the Shrine of the Book. From the Dead Sea Scrolls to the Aleppo Codex. Jerusalem: The Israel Museum, 2006, S. 11-16.

[vii] Der Ankauf der Schriftrollen durch Professor Sukenik geschah am 29. November 1947, dem Tag, an dem die Generalversammlung der Vereinten Nationen für den UN-Teilungsplan für Palästina stimmte, womit das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat geteilt wurde.

[viii] Kiesler, Inside The Endless House, S. 318.

[ix] Vgl. ebenda, S. 314-367.

[x] Armand Bartos war in zweiter Ehe verheiratet mit Celeste Gottesman, Tochter und Erbin von Samuel Gottesman. Dass mit Kiesler und Bartos zwei Architekten den Auftrag erhielten, die nicht aus Israel stammten, war nicht unumstritten. Hinzu kamen Bartos‘ Verbundenheit mit der Gottesman-Familie und der Umstand, dass Kiesler zu diesem Zeitpunkt kein realisiertes Bauwerk vorweisen konnte.

[xi] Kiesler, Inside The Endless House, S. 323.

[xii] Ebenda, S. 327.

[xiii] Vgl. ÖFLKS, PLN 129/0 und PLN 254/0: Aufgrund zweier Kellergeschoße weicht die Einteilung der Geschoße auf den Plänen von Kieslers Erinnerung ab.

[xiv] Vgl. Kiesler, Inside The Endless House, S. 327.

[xv] Ebenda, S. 328.

[xvi] Ebenda, S. 328.

[xvii] Vgl. ebenda, S. 331.

[xviii] Ebenda, S. 335.

[xix] Kiesler, Frederick J.: Eine neue Akropolis, in: Aufbau, 28. Mai 1965, S. 16.

[xx] Vgl. Kiesler, Inside The Endless House, S. 355.

[xxi] Vgl. ÖFLKS, LD 5071/0.

[xxii] The Shrine of the Book, in: Progressive Architecture, September 1965. S. 127.

[xxiii] Kiesler, Eine neue Akropolis, in: Aufbau, 28. Mai 1965, S. 16.

[xxiv] Wegführung vgl. Roitman, The Bible in the Shrine of the Book, S. 76-92.

[xxv] ÖFLKS, TXT 5188/2.

[xxvi] The Shrine of the Book, in: Progressive Architecture, September 1965. S. 129.

[xxvii] Vgl. Kiesler, Frederick: Frederick J. Kiesler’s Endless House and Its Psychological Lighting. In: Interiors, November 1950, S. 122-129.

[xxviii] The Shrine of the Book, in: Progressive Architecture, September 1965. S. 130.

[xxix] ÖFLKS, TXT 5188/3.

[xxx] ÖFLKS, TXT 5192/3.

[xxxi] Pearlman, Die Rollen vom Toten Meer im Schrein des Buches, S. 34.

[xxxii] ÖFLKS, TXT 5192/4.